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Trommelwirbel und PfeifenklangDas Altstadtfest läßt einen interessanten Blick ins Mittelalter zuVON HEIDELORE KRUSE Auch ein Heuhüpfer und sein Marienkäfer wollten gestern das Altstadtfest genießen. Bekleidet war der baumlange, spindeldürre "Käfer" mit einem leuchtend grünen Frack und gleichfarbigem Zylinderhut. Wie er auf seinen runden "Schuhen" durch die Gassen der Altstadt sprang, damit beeindruckte die grasgrüne Figur nicht nur die Kinder.
"Wo gibt´s hier eigentlich etwas ganz Besonderes zu sehen?" wollte der Hüpfer von den Kleinen in Erfahrung bringen. Trommelwirbel und Pfeifenklang - ein Zug wunderlicher Gesellen, von denen einer den Kopf in einem hölzernen Pranger stecken hatte - wiesen ihm den Weg zum mittelalterlichen Markt in nahegelegener Klostergasse. Dort war Angelo gerade damit beschäftigt, ein kiloschweres Kettenhemd überzustreifen. Ein kräftiger "Knappe" half ihm dabei, das gute Stück anzuziehen. Tapfer hielt der Zehnjährige die schmalen Schultern gerade. Mit leuchtenden Augen ließ er sich schließlich auch noch einen nicht minder schweren, silberblitzenden Helm mit Kettenschutz auf den Kopf setzen und letztendlich ein langes Schwert in die Bubenfaust drücken. Drei Maiden im schlichten bäuerlichen Gewand verfolgten amüsiert die Verwandlung. Mit
Strohballen
und
hölzernen
Verschlägen,
die
sich
malerisch
zwischen
jeweils
zwei
Pfeiler
der
St.
Martinskirche
schmiegten,
brachte
der
Verein
"Die
Legende"
mittelalterliches
Flair
in
die
alte
Gasse.
Ein
eigenes
Festprogramm
war
nicht
vorbereitet. Die
Filserin
ließ
sich
davon
nicht
in
ihrer
Arbeit
stören.
Unter
stundenlangem
geduldigen
Streichen
mit
den
Händen
formte
sie
aus
grauer
Schafwolle,
Schmierseife
und
heißem
Wasser
einen
kräftigen
Filzhut. |
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