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n grauer Vorzeit (im Sommer im Jahre des Herrn 1996) versammelten
sich die mutigsten Recken des Vereins DIE LEGENDE e.V.,
um über Visionen zur Organisation eines mittelalterlichen Marktes in der Barbarossastadt
Kaiserslautern zu beraten.
Dies ist die Geschichte dieses Wagnisses, aufgezeichnet durch den Chronisten,
Bruder Sascha
| Datum |
Ereignis |
November
1996 |
Das erste Mal trifft sich eine Gruppe des Vereins, um über
die Planung eines mittelalterlichen Marktes in Kaiserslautern zu beraten. Nach großem
Palaver und jeder Menge überschwenglichem Optimismus, wurde das Wochenende 15. - 17.
August als Veranstaltungstermin festgelegt. Austragungsort wird der Volkspark zu
Kaiserslautern sein. Die voraussichtlichen Marktsteuern wurden festgelegt auf:
- 5 Silberlinge für Erwachsene
- 3 Silberlinge für Jungen und Mädchen
- Kinder, die das Schwertmaß von 1,38m unterschreiten werden von den Wachen des Königs
übersehen werden, und brauchen keine Steuer zu entrichten.
- Besucher aus dem Mittelalter (zu erkennen an ihrer Gewandung) werden von der Steuer
befreit
Fürderhin einigte man sich auf die Bildung verschiedener Kommitees, die sich mit
einzelnen Fragen der Organisation, wie Sponsoren, Ständen, Dekoration und vielem mehr
beschäftigen sollen. |
Dezember
1996 |
- Gespräche mit den Herrschenden von Lutra verlaufen überraschend positiv. Von allen
Seiten ernten wir Zustimmung. Nur die Herren über Felder und Wiesen der Stadt (das
Grünflächen-Amt) waren bei den Gesprächen nicht anwesend. So müssen Entscheidungen
über Ritterspiele und offenes Feuer noch vertagt werden.
- Gespräche des Beschicker-Kommitees ergeben, das es insgesamt 50 Stände auf dem Markt
geben soll - davon 10, an denen für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt wird.
- Erste Absprachen mit Marktbeschickern werden getroffen.
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Januar
1997 |
- Am Neujahrstag des Jahres vermessen einige Herren und eine Frau den Volkspark. Diese
Vermessung mußten sie beinahe mit dem Leben bezahlen, denn es fand sich in ganz Lutra
keine offene Herberge, in der die Helden sich bei einem Glas wohlverdienten Glühweins
wieder hätten aufwärmen können.
- Unter dem Einsatz ihres Lebens gelingt es Freifrau Martina, einen Plan des Volksparks
aus den Archiven des Herrschers der Stadt zu bekommen.
- Angebote über Absperrmaterialien werden eingeholt.
- Erste Ritter kündigen ihren Einzug ins Heerlager an.
- Ein fermündliches Gespräch mit den Herren über die Wälder und Wiesen der Stadt
ergibt, daß im Volkspark sowohl offenes Feuer gemacht werden darf, als auch Pferde
geritten werden dürfen, sofern der Verein sich um die Beseitigung der Schäden kümmert.
- Erste Zusagen von 15 Marktbeschickern bei der Freifrau Angelika.
- Drei Recken der Legende treffen sich, um über das Erbetteln von Almosen von den
Pfeffersäcken Lutras zu beraten.
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Februar
1997 |
- Weitere Treffen der verschiedensten Edelfrauen und Recken finden statt.
- Dem Recken und Freiherren Patrick gelingt es, die Geldverwalter des Kreises als
Unterstützer des Marktes zu gewinnen.
- Es reift die Idee, am zweiten Abend des Marktes eine mittelalterliche Festivität mit
Minne, Gesang, Spiel und Mummenschanz zu veranstalten.
- Die ersten Pfeffersäcke zu Lutra lassen sich überzeugen, den Veranstaltern unter die
Arme zu greifen.
- Getränke werden in Tonkrügen serviert, die z.T. das Logo des Marktes, aber auch die
Jahreszahl tragen sollen.
- Gespräche mit den Herren des Malzwerkes und den irischen Harfnern ergeben, daß diese
auf dem Markt Bier und andere Getränke ausschenken werden.
- Die Iren drohen an, auf keinen Fall alleine, aber auf jeden Fall in Landestracht zu
erscheinen.
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März
1997 |
Viele ermutigende und ernüchternde Gespräche mit
Teilnehmern und Sponsoren werden geführt. Der Markt wächst auf bis zu 62 Attraktionen
an. |
April
1997 |
Es sei hiermit kundgetan, daß es sich bei der Meldung , die
Hüter der Ordnung zu Lutra wollen sich in das Marktgeschehen einmischen, nicht um den
erhofften Aprilscherz handelte. |
Mai
1997 |
- Erste Absagen von sichergeglaubten Treilnehmern treffen ein. Obwohl die Boten sofort vom
Henker des Königs enthauptet werden, müssen wir doch mit den schlechten Nachrichten
leben
- Disputii brechen aus, ob die Freiherren und -frauen der Legende sich auf dem Markt die
Hände durch den Verkauf von Cervicia beschmutzen sollen. Entgegen der Ratschläge der
Hauptorganisatoren spricht man sich gegen den Ausschank von Gerstengebräu aus..
- Das Dekorationsteam nimmt seine Arbeit auf. Insagesamt muessen über 200 kleine und 100
große Wimpel gefertigt werden.
- Die Architekten des Königs reichen erste Pläne für den Markt ein.
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Juni
1997 |
- Mit den Gastronomen der reisenden Taverne Heureka wird ein Bierstand-Ersatz gefunden,
der gleichzeitig auch die Mägen der Besucher füllen wird.
- Der Markt bekommt sein endgültiges Aussehen. Insgesamt werden die Besucher ihrt
Augenmerk auf 60 Attraktionen richten können.
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Juli
1997 |
- Der große Tag rückt näher. Herolde und Marktschreierinnen durchstreifen Lutra und die
umliegenden Ortschaften, um die Kunde von unserem Markt zu verbreiten.
- Das Altstadtfest zu Lutra findet statt. Vielhundertfach offene Münder und Ohren
strecken sich den Recken der LEGENDE entgegen und wollen näheres über den in Bälde
beginnenden Markt erfahren.
- Verbrecherbanden durchstreifen die Länder des Königs und entfernen widerrechtlich die
Plakate, die die Bevölkerung auf das bunte Treiben aufmerksam machen sollen.
- Ein Treffen am vorletzten Tag des Monats soll letzte Klarheiten ueber das Geschehen in
drei Wochen bringen.
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Ja, und danach gab´s nur noch
Arbeit, Arbeit, Arbeit und zum Schluß zum Glück viel Lob.
Aber was soll´s? Es gibt
Schlimmeres! ;-)
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