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Willkommen im Mittelalter...
...so heißt es bereits seit Jahren beim
LEGENDÄREN MARKTFLECKEN auf dem Kaiserslauterer
Altstadtfest. Dieses Jahr wird der Verein DIE LEGENDE
e.V. erstmals auch den Lauterer Weihnachtsmarkt mit einem mittelalterlichen
Markttreiben bereichern. Auch bei diesem LEGENDÄREN
MARKTFLECKEN heißt es dann "Willkommen im
Mittelalter" und zu einem LEGENDÄREN GELAGE.
In und um die Reste der ehemaligen Barbarossaburg herum lädt
DIE LEGENDE zum gemütlichen Verweilen bei
deftigem Schmaus und heißem Met ein.

ittelalterliches
Handwerk und Flair entführen den Besucher in die Zeiten des 12. und 13.
Jahrhunderts. Drechsler und Seifensieder zeigen ihr Handwerk, ein
Märchenerzähler verzaubert die Kleinen und die Köche und Wirte der
LEGENDE versorgen die Gäste mit allerlei
leckeren Dingen. Besuchen Sie jenen geschichtsträchtigen
Ort im Herzen Kaiserslauterns und im Schatten des Rathauses am
Nikolauswochenende vom 5.-7. Dezember. Und mit ein bisschen Glück wird
sogar der heilige St. Nikolaus, der Bischoff von Myra anwesend sein und die
Kindlein beschenken. Kommet zuhauf aus aller Herren Länder und bestaunet die
Wunder des Mittelalters beim LEGENDÄREN MARKTFLECKEN
auf dem Weihnachtsmarkte zu Lutra!
 er
heilige Nikolaus, eigentlich Nikolaus von Myra, (304 bis 345), war ein
christlicher Geistlicher und Schutzpatron Russlands. Über das Leben des Heiligen
existieren wenige historisch gesicherte Zeugnisse. Vermutlich stammte Nikolaus
aus Patara (Türkei). Er wurde später zum Erzbischof von Myra geweiht. Ende des
11. Jahrhunderts brachte man seine Gebeine nach Bari und errichtete eine
Grabkirche.
s
gilt der heilige Nikolaus gilt als Schutzherr der Kinder, Seefahrer, Kaufleute,
Apotheker und Bäcker. Er verteilt großzügig Geschenke an die Armen und soll drei
Frauen vor dem Schicksal der Prostitution gerettet haben, indem er ihnen goldene
Äpfel darbot (seit dem 16. Jahrhundert geht der Brauch seine Schuhe vor die Tür
zu stellen auf diese Geschichte zurück). Die Figur des Nikolaus mit Schlitten,
Rentieren und Gabensack stammt in seiner heutigen Form aus Amerika und tauchte
zum ersten mal in einer Zeichnung von Thomas Nast 1868 auf. Die Legende vom
Weihnachtsmann ist aber viel älter. In Deutschland kommt er in Begleitung seines
Gefährten Knecht Ruprecht.
er
heilige Nikolaus gilt wie der heilige Martin als „apostelgleich”. Ebenso wie der
heilige Martin ist Nikolaus einer der ersten Nichtmärtyrer, die als heilig
gelten. Aber anders als Sankt Martin wurde und wird der heilige Nikolaus sowohl
in der lateinischen als auch in der griechischen Kirche hochverehrt. Während
Nikolaus im Westen durch die kritische Wissenschaft an pastoral-theologischer
Brisanz verloren hat, ist sein volkstümlicher Stellenwert eher gestiegen, hat er
Ableger bis in die säkularen und profanen Bereiche gebildet. Im Osten dagegen
hat sich die kirchliche Bedeutung des Heiligen ungebrochen bis heute bewahrt.
ür
diesen Kult und das dazugehörige Brauchtums ist die Figur jenes heiligen
Nikolaus Basis, der seit dem 6. Jahrhundert in Legenden auftaucht. Aufgrund
kritischer Textanalysen wissen wir heute, daß diese legendäre Figur fiktiv ist;
der legendäre Nikolaus ist eine Kompilation aus zwei historischen Personen: dem
Bischof Nikolaus von Myra im kleinasiatischen Lykien, der wahrscheinlich im 4.
Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen Abt von Sion, der Bischof von
Pinora war, und am 10. Dezember 564 in Lykien starb.
 us
diesen beiden historischen Personen entwickelte sich die ab dem 6. Jahrhundert
in Legenden fassbare fiktive Figur des wundertätigen übermächtigen Bischofs von
Myra. Alle Datierungsversuche und Datumsangaben im Zusammenhang mit Nikolaus von
Myra sind reine Spekulation. Seine Geburt im kleinasiatischen Patras, die an
verschiedenen Stellen behauptete Teilnahme am Konzil von Nicäa 325, wo Nikolaus
die Irrlehre des Arius bekämpft haben soll, sind ebenso wenig zu belegen wie die
Terminierung seines Todes auf das Jahr 343.
ei
uns stellt Weihnachten das populärste Fest dar, das auch von Leuten gefeiert
wird, die sonst nichts mit der christlichen Religion gemein haben. So, wie wir
es heute kennen, ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Auch der Brauch des
Liedersingens stammt aus dieser Zeit.
Das Wort Weihnachten ist erstmals im 12. Jh. nachweislich erwähnt und geht auf
das mittelhochdeutsche wihe naht (geweihte/heilige Nacht) zurück. Diese heiligen
Nächte wurden schon von den Germanen zur Zeit der Wintersonnenwende gefeiert. An
diesen alten Kult erinnert aber nur noch der Name des Festes. Aber der englische
Name "christmas" weist auf die Hauptperson dieses Tages hin - Christus.
rsprünglich
wurde der Geburt Jesus mit dem Epiphaniasfest am 6. Januar gedacht. Dieses Fest
gibt es seit dem Jahr 4 und wurde vermutlich erstmals in Ägypten gefeiert. Von
Seiten der Kirche wird Weihnachten seit dem Jahr 336 gefeiert, nachdem Papst
Gregor den 25. Dezember als Geburtstag Christus' festlegte. Er folgte damit
einer Kirchenpolitik, die heidnischen Rituale mit den Festen der Kirche zusammen
zu legen. Denn am 19. Dezember feierten die Römer das Fest der Saturnalien zu
Ehren des Gottes der Ernte und es wurde sieben Tage lang ausgelassen gefeiert.
In Nord-Europa gab es zu dieser Zeit das Yule-Fest, bei dem riesige, mit Grün
und Bändern geschmückte Baumstämme zu Ehren der Götter und der Sonne verbrannt
wurden. In unseren Breiten wurde der Tag im Jahr 813 von der Synode in Mainz als
Christfest festgelegt. In Deutschland setzte sich um 1150 die Bezeichnung
Weihnachten durch. Nach altem Brauch beginnt der Tag um 18 Uhr des Vortages,
also am Heiligen Abend. Geschenke vom Christkind bringen zu lassen, wurde
nebenbei erst vor rund 400 Jahren Brauch in evangelischen Familien. Davor war es
der Nikolaus, der in katholischen Familien diese Aufgabe auch noch lange Zeit
weiter machte.
 as
alte und neue Nikolaus-Brauchtum zeigt Brauchtumselemente aus der Zeit vor dem
Jahr bis zu verweltlichten Elementen der Gegenwart. Eine Karte lässt die
Verbreitung des Nikolaus-Brauchtums und unterschiedlicher Nikolaus-Namen
erkennen. Das älteste Nikolaus-Brauchtum stammt aus dem Mittelalter und ist
älter als die Nikolaus-Verehrung: das Kinderbischofsspiel. Das
vorreformatorische Brauchtum, der Wurf- oder Streuabend und das
Einlegebrauchtum, verbunden mit dem Nikolaus-Schiff, werden nach der Reformation
durch das Einkehrbrauchtum abgelöst. Wer weiß heute noch, dass unser Schenken zu
Weihnachten vom Nikolaus-Brauchtum her stammt und dass die Nikolaus-Begleiter
Höllengestalten sind?
mmergrüne
Bäume sind seit alten Zeiten von besonderer Bedeutung für die Menschen. In ihnen
lebten nach den Vorstellungen der Alten, gute Geister, die den Menschen
beschützen. Anfangs wurden grüne Zweige im Haus verteilt, seit über 460 Jahren
gibt es aber auch den Weihnachtsbaum. Der erste ist 1539 erwähnt und es soll sie
zunächst nur in öffentlichen Gebäuden gegeben haben. Seit Mitte des 17.
Jahrhunderts gibt es Weihnachtsbäume dann auch in den Familien. Seit dem 18.
Jahrhundert wird Lametta in die Zweige gehängt, das an die Schätze erinnern
soll, die die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland mitbrachten und
Strohsterne symbolisieren den Weihnachtsstern. In die Kirche kam der
Weihnachtsbaum erst im 19. Jahrhundert.
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erste Krippe soll im Übrigen Franz von Assisi 1223 aufgestellt haben. Er hat die
Geburt Jesu in einer Krippenfeier mit lebenden Tieren und Menschen nachgestellt.
Die Darstellung mit Figuren soll erstmalig 1289/1290 stattgefunden haben. Ochse
und Esel wurden als Krippentiere ausgewählt, weil der Ochse als Opfertier gilt
und der Esel als Lastenträger - Symbol für Jesus, der sich laut den großen
christlichen Kirchen opferte und die Last der menschlichen Sünden trägt.
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