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Die
nun
folgende
Vorgeschichte
handelt
von
dem
Barden
Iyan
Ahnsswod,
dessen
Schicksal
lange
vor
seiner
Geburt
festgelegt
wurde
und
vielerlei
Bestimmungslinien
miteinander
verbindet.
Sie
ist
in
dieser
Form
geschrieben,
damit
man
sich
den
alten
Geschichtenerzähler
auf
dem
schmutzigen
mittelalterlichen
Markt
vorstellen
kann,
der
jungen
und
alten
Zuhörern
etwas
zum
besten
geben
will
und
ihnen
mit
rauer,
tiefer
Stimme
aufwühlend
erzählt...
...vom
versunkenen
Reich
und
Iyan,
dem
Barden:
"Die
Geschichte
beginnt
vor
langer,
langer
Zeit,
als
die
Sonne
noch
über
viele
Länder
mehr
schien,
als
das
Elfenvolk
noch
ungeteilt
war
und
die
mächtigsten
Kräuter
noch
zwischen
Unkraut
wucherten
im
Überfluß.
Es
wird
erzählt
von
einer
Insel,
einem
Reich,
das
den
Namen
Condara
trug
und
desen
höchster
Berg
heute
weit
unter
den
Wellen
des
Südmeeres
liegt
an
einem
unbekannten
Ort.
In
dessen
Ruinenstädten
rangen
einst
fröhliches
Lachen
und
rauschende
Feste
darum,
einander
zu
Übertreffen,
doch
zur
Stund'
bieten
sie
nur
Korallen
und
Seegetier
Heimat.
Als
Herren
über
jenes
Reich,
so
hört
man
ab
und
an,
gebot
das
edle
und
uralte
Königsgeschlecht
derer
ob
Arvenclan,
von
deren
Titel
das
heutige
Wort
Clan
im
Sinne
von
Lehnsverband
abgeleitet
sein
soll.
Doch
nun,
die
wahrhaft
stürmische
und
ergeifende
Legende
vom
Reich
Condara,
das
dem
Zorn
der
Götter
nicht
standhielt,
soll
ein
andermal
zu
and'rer
Zeit
vernommen
werden.
Denn
sie
ist
eine
andere
Geschichte
und
führt
weiter
zu
noch
vielen
anderen
Geschichten.
Überliefert
jedenfalls
ist
aus
den
letzten
Tagen
Condaras,
daß
als
die
Wimpel
und
Banner
mit
dem
Harfensymbol
dem
Beben
der
Naturgewalten
zum
Opfer
fielen,
ein
einziges
Wesen
errettet
und
an
die
Küste
unseres
Landes
gespült
wurde:
Es
war
der
Erbprinz
Toscador
ob
Arvenclan,
der
Sänger
vom
Mondsee
und
ehemaliger
Hüter
der
fünf
Elemente,
mit
nichts
anderem
bekleidet,
als
dem
heiligen
Symbol
der
Winde,
seiner
Erinnerung
beraubt
und
gestrandet
in
völliger
Fremde.
Ihr
fragt
Euch
jetzt,
warum
nur
wurde
er
verschont,
entstammte
er
doch
gleichfalls
jenem
Volke,
das
in
seiner
seltenen
Unschuld
den
Göttern
gefrefelt
hatte.
-Nun,
ihr
werdet's
sehen,
denn
die
Geschichte
fließt
noch
weiter,
wie
ein
Bach
dem
Meer
entgegen.
Denn
Toscador
fand
freundliche
Aufnahme
in
einem
kleinen
Fischerdorf,
wo
man
ihn
Kalyp
die
Runenhand
nannte,
weil
in
der
Innenfläche
seiner
linken
Hand
die
Rune
-Licht-
eingebrannt
war.
So
geschah
es,
daß
der
Erbe
des
vergessenen
Reiches
dort
ansäßig
wurde,
sich
selbst
und
seiner
edlen
Herkunft
durch
das
Ausnehmen
von
Fischleibern
spottend,
und
schließlich
auch
ein
hübsches
Mädchen
namens
Tara
ehelichte.
Sie
hatten
nur
ein
Kind,
eine
Tochter
namens
Sheyala,
die
stets
nur
Goldhaar
gerufen
wurde,
aber
dies
genügte
den
Göttern
als
Same
im
Boden
unseres
Landes
-
denn
Götter,
müßt
ihr
wissen,
bestellen
ihre
Äcker
anders...
Doch
weiter,
von
Generation
zu
Generation
trug
sich
das
Geschlecht
derer
ob
Arvenclan,
wurd'
nie
von
Seuchen
heimgesucht,
kaum
gab
es
Unfälle
unter
ihnen.
Stets
waren
sie
von
Kindern
gesegnet,
die
gesund
und
munter
heranwuchsen,
immer
nur
ein
Sohn
oder
eine
Tochter,
denen
stets
das
Zeichen
der
Winde
weitergereicht
wurde,
das
schnell
zum
Familiensymbol
und
die
Weitergabe
zur
Tradition
wurden.
So
zog
sich
der
Faden
des
Schicksals
weiter
wie
eine
Perlenkette
entlang
der
Zeit,
bis
schließlich,
wie
in
solchen
Geschlechtern
üblich,
ein
Junge
das
Licht
der
Welt
erblickte,
der
von
außergewöhnlichem
Wesen
war.
Ihm
wurde
der
Namen
Iyan
gegeben.
Es
begab
sich
nun,
daß
dieser
Junge,
aufgewachsen
in
ländlicher
Region
als
einziger
Sohn
des
Schäfers
Tomban
und
seiner
Frau
Feyana,
einer
Halbelfin,
recht
früh
im
zarten
Alter
von
zwölf
Jahren
in
der
Einsamkeit
der
Hochweiden
einem
seltsamen
Mann
begegnete:
Taiman
Ogarmesch,
sein
natürliches
Alter
weit
überschritten,
suchte
nach
einer
Möglichkeit,
Jugend
und
gutes
Aussehen
nach
seinem
Geschmack
zu
erlangen
und
befand
sich
deshalb
auf
Wanderschaft.
Es
war
ihm
ein
Leichtes,
den
jungen,
unerfahrenen
Hirten
zu
bezaubern
und
ihn
in
seinen
dunklen
Turm
zu
entführen.
Dort
machte
sich
Taiman,
durch
körperliche
und
magische
Bande
an
Dämonen
gebunden,
daran,
ein
magisches
Experiment
durchzuführen,
um
den
Körper
seiner
Wünsche
zu
erhalten.
-Doch
trotz
dunklen
Beistands
mißlang
der
Versuch
der
Seelenexorzierung
vom
Magier
unbemerkt.
Und
so
konnte
es
geschehen,
daß
am
Ende
der
darauffolgenden
Seelentransferierung
der
Körper
Taimans
unbeseelt
inmitten
magischer
Runenzeichen
lag
und
Iyans
eigener
zwei
Seelen
aufgenommen
hatte.
So
entbrannte
ein
Kampf,
der
seinesgleichen
sucht,
in
Art
und
Heftigkeit
in
allen
Räumen
und
in
allen
Zeiten.
Zwei
starke
Seelen,
durch
grausames
Schicksal
vereint
und
von
gänzlich
gegensätzlicher
Natur
jagten
einander
immer
fort
in
einem
immerwährenden
Alptraum
unvorstellbaren
Ausmaßes.
Doch
schließlich
gewann
der
Magier
ob
seiner
Erfahrung
die
Oberhand
und
mauerte
Iyans
Seele
lebendig
ein
im
verborgensten
Winkel
seines
Geistes.
Drei
volle
Jahre
ging
der
Plan
auf
und
Taiman
vollbrachte
furchtbare
Taten
in
der
Welt.
-Bis
ihm
der
Gedanke
kam,
zur
Sicherheit
Iyans
Eltern
töten
zu
müssen.
Zwar
gelang
ihm
dies
auf
grausame
Weise,
doch
Iyans
Seele,
deren
Träume
ihm
die
Kunde
davon
zutrugen,
erglühte
zu
einer
Flamme
der
Verzweiflung
und
befreite
sich
endlich
durch
ein
Aufbäumen
mächtigen
Zorns.
Wieder
entbrannte
ein
langer
Kampf,
aber
diesmal
gelang
es
Iyan,
den
Magier
zu
überlisten
und
aus
seinem
Bewußtsein
zu
verbannen,
indem
er
ihn
völlig
ignorierte
und
mit
Vergessen
bekämpfte.
Von
diesem
Zeitpunkt
an
konnte
Iyan
ein
normales
Leben
führen,
er
zog
von
Ort
zu
Ort
und
wurde,
seiner
Begabung
entsprechend,
schließlich
Barde.
Noch
immer
trug
er
das
Symbol
seiner
Herkunft
an
einer
Kette
um
den
Hals,
die
Harfe
der
Winde,
deren
Geheimnisse
er
noch
nicht
einmal
erahnen
konnte.
-Doch
alles
andere
und
vor
allem
Taiman
selbst
hatte
er
mit
größtem
Erfolg
vergessen
können
und
es
wäre
besser
für
ihn
und
die
übrige
Welt,
er
würde
sich
nie
erinnern..."
Michael
Frohnhöfer
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