Der
alte
Barbarossa,
Der
Kaiser
Friederich,
Im
unterird'schen
Schlosse
Hält
er
verzaubert
sich. |
Er
ist
niemals
gestorben,
Er
lebt
darin
noch
jetzt;
Er
hat,
im
Schloß
verborgen,
Zum
Schlaf
sich
hingesetzt. |
Er
hat
hinabgenommen
Des
Reiches
Herrlichkeit
Und
wird
einst
wiederkommen
Mit
ihr
zu
seiner
Zeit. |
Der
Stuhl
ist
elfenbeinern,
Darauf
der
Kaiser
sitzt;
Der
Tisch
ist
marmelsteinern,
Worauf
sein
Haupt
er
stützt. |
Sein
Bart
ist
nicht
von
Flachse,
Er
ist
von
Feuersglut,
Ist
durch
den
Tisch
gewachsen,
Worauf
sein
Kinn
ausruht. |
Er
nickt
als
wie
im
Traume,
Sein
Aug'
halb
offen
zwinkt,
Und
je
nach
langem
Raume
Er
einem
Knaben
winkt. |
Er
spricht
im
Schlaf
zum
Knaben:
"Geh
hin
vors
Schloß,
o
Zwerg,
Und
sieh,
ob
noch
die
Raben
Herfliegen
um
den
Berg! |
Und
wenn
die
alten
Raben
Noch
fliegen
immerdar,
So
muß
ich
auch
noch
schlafen
Verzaubert
hundert
Jahr" |
 riedrich
I.,
auch
bekannt
als
Friedrich
"Rotbart"
Barbarossa
ist
eine
überaus
bedeutende
historische
Persönlichkeit,
über
die
man
leider
viel
zu
wenig
weiß.
Und
wie
so
oft
geht
mit
dieser
Tatsache
einher,
dass
sich
darob
viele
Legenden
um
diesen
großen
Herrscher
ranken,
deren
Existenz
eine
gewisse
Spannung
aufbauen
und
Neugierde
wecken.
Nicht
immer
sind
Geschichte
und
Geschichten
so
interessant.
soll
uns
hier
einmal
nicht
vorrangig
um
die
unstrittigen
Erfolge
des
Kaisers
gehen,
sondern
wir
wollen
uns
zunächst
ein
Bild
von
ihm
machen.
Durchaus
wörtlich
gemeint,
hören
wir
uns
einmal
an,
wie
seine
Zeitgenossen
der
Lodeser
Histograph
Acerbus
Morena
und
der
Sekretär
des
Babenberger
Bischoffs
Otto
von
Freising
Rahewin
sein
Äußeres
beschreiben:
"Der
Kaiser
entstammte
einem
sehr
vornehmen
Geschlecht;
er
war
mittelgroß,
von
schöner
Gestalt
und
besaß
wohlgestaltete
Glieder;
sein
helles
Angesicht
war
von
rötlicher
Farbe,
sein
Haar
fast
blond
und
gekräuselt;
sein
Antlitz
war
heiter,
und
immer
schien
er
lächeln
zu
wollen;
seine
Zähne
waren
weiß,
seine
Hände
sehr
schön,
sein
Mund
anmutig."
"Seine
leibliche
Gestalt
ist
wohl
gebaut,
von
Statur
ist
er
kleiner
als
die
Größten
und
größer
als
die
Mittelgroßen,
sein
Haar
ist
blond
und
oben
an
der
Stirn
etwas
gekräuselt,
die
Ohren
werden
kaum
durch
darüber
fallende
Haare
verdeckt,
da
der
Barbier
aus
Rücksicht
auf
die
Würde
des
Reichs
das
Haupthaar
und
den
Backenbart
durch
dauerndes
Nachschneiden
kürzt.
Seine
Augen
sind
scharf
und
durchdringend,
die
Nase
ist
schön,
der
Bart
rötlich,
die
Lippen
sind
schmal
und
heiter.
Die
in
schöner
Ordnung
stehende
Reihe
der
Zähne
zeigt
schneeige
Weiße.
An
der
Kehle
und
am
nicht
fetten,
aber
ziemlich
kräftigen
Hals
ist
die
Haut
milchigweiß
und
manchmal
von
jugendlicher
Röte
übergossen;
diese
Färbung
aber
ruft
meist
nicht
der
Zorn
hervor,
sondern
das
Schamgefühl.
Die
Schenkel
ruhen
auf
starken
Waden,
sind
ansehnlich
und
durchaus
männlich.
Sein
Gang
ist
fest
und
gleichmäßig,
seine
Stimme
hell
und
die
ganze
Körperhaltung
männlich.
Durch
diese
Leibesgestalt
gewinnt
er
sowohl
im
Stehen
wie
im
Sitzen
höchste
Würde
und
Autorität.
Seine
Gesundheit
ist
gut,
nur
mitunter
durch
eintägiges
Fieber
getrübt."
och
von
besonderem
Interesse
ist
natürlich
der
Charakter,
das
Naturell
des
legendären
Barbarossas.
Hiervon
künden
uns
die
genannten
Gelehrten,
auch
wenn
es
ab
und
an
den
Anschien
haben
mag,
dass
diese
sich
teilweise
an
antiken
und
karolingerzeitlichen
Vorlagen
orientierten:
"Er
war
...
äußerst
kriegerisch,
zögernd
im
Zorn,
kühn
und
unerschrocken,
geschwind
und
beredt;
freigiebig,
aber
nicht
verschwenderisch,
behutsam
und
vorausschauend
im
Rat,
von
schneller
Auffassungsgabe
und
sehr
weise;
gegenüber
Freunden
und
Guten
liebenswürdig
und
gütig,
schrecklich
gegenüber
Bösen
und
unerbittlich;
er
verehrte
die
Gerechtigkeit
und
liebte
die
Gesetze,
fürchtete
Gott
und
war
bereit
zu
Almosen;
vom
Glück
äußerst
begünstigt,
von
fast
allen
geliebt,
und
in
ihm
irrte
die
Natur
der
Dinge
nicht
von
ihrem
Wesen
ab,
außer
dass
sie
ihn
sterblich
geschaffen
hatte,
und
seit
weit
zurückliegenden
Zeiten
war
ihm
kein
Kaiser
zu
vergleichen."
"Der
göttliche
Kaiser
Friedrich
zeichnet
sich,
wie
ein
Schriftsteller
von
Theoderich
sagt,
durch
seinen
Charakter
wie
durch
sein
Äußeres
aus,
dass
er
wert
ist,
auch
von
denen
gekannt
zu
werden,
die
ihn
nur
selten
im
vertrauten
Umgang
zu
sehen
bekommen;
...
Sein
Charakter
ist
derart;
dass
dessen
Lob
nichts,
nicht
einmal
der
Neid
auf
seine
Herrscherstellung
beeinträchtigen
kann.
...
Er
liebt
Kriege,
aber
nur,
um
dadurch
den
Frieden
zu
gewinnen,
er
ist
persönlich
tapfer,
im
Rat
außerordentlich
überlegen,
Bittenden
gegenüber
nachgiebig
und
mild
gegen
die
zu
Gnaden
Angenommenen."
ahewin
gibt
uns
des
Weiteren
darüber
hinaus
deutliche
Hinweise
über
den
Tagesablauf
Barbarossas,
indem
er
zwar
wieder
in
recht
einseitiger
Verherrlichung,
aber
doch
detailreichen,
lebensnahen
Schilderungen
ein
plastisches
Bild
des
staufischen
Monarchen
vermitteln
kann:
"Über
seine
alltägliche
Tätigkeit
außerhalb
des
Hauses
ist
folgendes
zu
sagen:
er
besucht
entweder
allein
oder
mit
ganz
geringem
Gefolge
in
aller
Frühe
das
gemeinsame
Gebet
in
den
Basiliken
oder
seiner
Priester
...
Dem
Gottesdienst
erweist
er
so
große
Verehrung,
dass
er
jede
Stunde,
da
man
vor
Gott
selbst
betet,
durch
angemessenes
Schweigen
ehrt
und
dass
währenddessen
niemand
wagt,
ihn
mit
irgendeinem
Geschäft
zu
behelligen.
Wenn
er
nach
Beendigung
der
Andacht
und
der
Masse
mit
den
göttlichen
Reliquien
gesegnet
worden
ist,
widmet
er
den
übrigen
Morgen
den
Regierungsgeschäften.
Wenn
er
die
Jagd
ausübt,
steht
er
keinem
darin
nach,
Rosse,
Hunde,
Falken
und
ähnliche
Vögel
abzurichten,
zu
prüfen
und
anzuwenden.
Auf
der
Pirsch
spannt
er
selbst
den
Bogen,
...
Bestimme,
was
er
treffen
soll:
was
du
bestimmst,
trifft
er.
Beim
Gastmahl
herrscht
folgender
Brauch:
königliche
Fülle,
doch
so,
dass
sich
weder
die
Mäßigkeit
über
Völlerei
noch
der
Hunger
über
Knausrigkeit
beklagen
kann.
Beim
Spielen
legt
er
den
königlichen
Ernst
ein
wenig
ab,
und
sein
Temperament
ist
so,
dass
seine
Herablassung
nicht
bedrohlich,
seine
Strenge
nicht
blutgierig
ist.
Seinen
Hausgenossen
droht
er
nicht,
wenn
er
sie
anredet,
noch
verachtet
er
ihren
Rat,
noch
zeigt
er
sich
bei
der
Aufspürung
von
Verbrechen
verfolgungssüchtig.
Die
Schriften
und
die
Taten
der
alten
Könige
durchforscht
er
eifrig.
Almosen
im
Dienst
der
Armen
verteilt
er
meist
eigenhändig,
ein
Zehntel
seiner
Einnahmen
spendet
er
gläubig
Kirchen
und
Klöstern.
In
seiner
Muttersprache
ist
er
sehr
redegewandt,
Lateinisch
aber
kann
er
besser
verstehen
als
sprechen.
Er
kleidet
sich
nach
heimischer
Weise,
nicht
verschwenderisch
oder
herausfordernd,
aber
auch
nicht
gewöhnlich,
...
Obwohl
er
in
der
Erweiterung
des
Reiches
und
der
Unterwerfung
von
Völkern
so
Großes
leistet
und
sich
ständig
den
erwähnten
Beschäftigungen
widmet,
hat
er
doch
an
verschiedenen
Orten
zahlreiche
zur
Verschönerung
und
zum
Vorteil
des
Reiches
dienende
Bauten
begonnen,
einige
auch
vollendet
und
den
größten
Teil
seiner
Fürsorge
der
Betätigung
seiner
Frömmigkeit
gewidmet."
olcherart
staufischer
Hofhistoriographie
steht
gegenüber,
dass
Friedrich
der
I.
im
Laufe
seiner
Regierungszeit
durchaus
Entscheidungen
getroffen
hat,
denen
strenge,
teilweise
grausame
Ziele
zugrunde
lagen.
So
kennzeichnet
etwa
das
überaus
harte
Vorgehen
gegen
die
aufständischen
Reichsuntertanen
in
den
italienischen
Städtekämpfen
Barbarossa
klar
als
Mann
seiner
Zeit
und
als
Herrscher,
der
gezwungen
war,
mit
der
gleichen
Rigorosität
wie
seine
Widersacher
aufzutreten.
ie
jedoch
geriet
der
Spross
der
in
ihrer
Bedeutsamkeit
noch
sehr
jungen
Stauferfamilie
und
erklärte
Welfenfreund
Friedrich
zuerst
zum
Königsthron
und
dann
zur
Kaiserwürde?
 riedrich
der
I.
(1123-1190)
war
Römischer
König
und
Kaiser
(1152
bzw.
1155-1190),
und
als
Friedrich
III.
Herzog
von
Schwaben
(1147-1152).
Friedrich
wurde
wahrscheinlich
in
Waiblingen
als
Sohn
des
staufischen
Herzogs
Friedrich
II.
von
Schwaben
und
der
Welfin
Judith
geboren.
Sein
Onkel,
König
Konrad
III.,
gab
Friedrich
den
Vorzug
vor
dem
eigenen,
noch
minderjährigen
Sohn
und
designierte
ihn
zum
Nachfolger.
Nach
Konrads
Tod
1152
wählten
die
Fürsten
einstimmig
Friedrich
zum
König.
Friedrich
sah
das
König-
bzw.
Kaisertum
als
unmittelbare
Gabe
Gottes
an
sowie
als
Verpflichtung,
Macht
und
Ansehen
des
Reiches
wieder
herzustellen
und
die
Stellung
des
Kaisers
im
Reich
zu
festigen.
Friedrich
gelang
es,
die
von
den
Fürsten
auf
Grund
seiner
staufisch-welfischen
Herkunft
in
ihn
gesetzten
Hoffnungen
auf
eine
Beendigung
des
Konflikts
zwischen
Staufern
und
Welfen,
der
seit
der
Königswahl
Lothars
II.
1125
andauerte,
zu
erfüllen:
och
im
Jahr
seiner
Wahl
verkündete
er
auf
dem
Würzburger
Reichstag
einen
Landfrieden
und
erreichte
einen
ersten
Ausgleich
zwischen
dem
Welfen
Heinrich
dem
Löwen,
dem
Herzog
von
Sachsen,
und
dem
Markgrafen
von
Brandenburg,
Albrecht
dem
Bär.
1154
legte
er
den
staufisch-welfischen
Konflikt
vorläufig
bei,
indem
er
Heinrich
dem
Löwen
zusätzlich
zum
Herzogtum
Sachsen
noch
das
Herzogtum
Bayern
verlieh.
Die
daraus
entstandene
welfisch-babenbergischen
Auseinandersetzung
um
Bayern
löste
er
1156
durch
das
Privilegium
minus,
in
dem
die
Babenberger
auf
ihre
Ansprüche
auf
Bayern
verzichteten;
im
Gegenzug
wurde
ihre
Markgrafschaft
Österreich
zum
Herzogtum
erhoben
und
mit
Privilegien
ausgestattet.
Zweites
wichtiges
Ziel
Friedrichs
neben
der
Wiederherstellung
des
Friedens
und
der
Stärkung
der
Königsmacht
in
Deutschland
war
die
Durchsetzung
des
Kaisertums
in
Reichsitalien.
1153
einigte
er
sich
mit
Papst
Eugen
III.
im
Konstanzer
Vertrag
auf
eine
gemeinsame
Politik
gegen
Byzantiner
und
Normannen
in
Italien.
1154
unternahm
Friedrich
seinen
ersten
Italienzug,
und
1155
krönte
ihn
Eugens
Nachfolger,
Papst
Hadrian
IV.,
zum
Kaiser.
Wenig
später
kam
es
zum
Bruch
mit
dem
Papsttum:
Papst
Hadrian
gab
dem
Kaiser
zu
verstehen,
dass
das
Reich
ein
Lehen
der
römischen
Kirche
sei;
auf
dem
Reichstag
zu
Besançon
1157
aber
weigerte
sich
Friedrich,
das
Reich
als
päpstliches
Lehen
anzuerkennen,
und
verteidigte
die
Gleichrangigkeit
von
Kaiser
und
Papst.
Als
Manifestation
dieser
Gleichrangigkeit
tauchte
jetzt
auch
erstmals
der
Begriff
Sacrum
Imperium,
„Heiliges
Reich“,
auf.
Der
Papst
suchte
daraufhin
Unterstützung
bei
den
Normannen.
1158
zog
sich
Friedrich
auch
noch
die
Gegnerschaft
der
lombardischen
Städte
zu,
als
er
mit
Hilfe
der
Ronkalischen
Beschlüsse,
die
angeblich
auf
alte
kaiserliche
Rechte
zurückgriffen,
die
Reichshoheit
in
Italien
wieder
herstellen
wollte:
Die
Städte
sollten
all
seine
kaiserlichen
Rechte
anerkennen,
einschließlich
des
Rechtes
auf
Ernennung
der
kaiserlichen
Amtsträger,
der
Podestas.
Gegen
diese
Beschneidung
ihrer
Autonomie
setzten
sich
Städte
wie
Mailand,
Piacenza,
Brescia
und
Cremona
zur
Wehr;
unterstützt
wurden
sie
vom
Papsttum.
Zwischen
1158
und
1168
unternahm
Friedrich
drei
Italienzüge
(1158,
1163,
1166-1168),
nicht
nur
gegen
die
lombardischen
Städte,
sondern
auch,
um
das
Schisma
zwischen
Papst
Alexander
III.,
einem
Gegner
Friedrichs,
und
verschiedenen
von
Friedrich
eingesetzten
Gegenpäpsten
zu
beenden.
1158
eroberte
Friedrich
Mailand,
unterwarf
die
Stadt
und
ihre
Verbündeten,
ließ
die
Stadt
1162
nach
einem
Aufstand
völlig
zerstören
und
setzte
seine
kaiserliche
Oberhoheit
durch.
1166/67
eroberte
Friedrich
ganz
Norditalien
und
Rom;
aber
eine
plötzlich
in
seinem
Heer
ausbrechende
Malariaseuche
zwang
ihn
unter
großen
Verlusten
zum
überstürzten
Rückzug,
noch
bevor
er
seine
Oberhoheit
in
Italien
vollständig
wieder
hatte
herstellen
können.
Auf
Grund
von
Friedrichs
Rückschlag
schlossen
sich
1167
die
oberitalienischen
Städte
Mailand,
Parma,
Padua,
Verona,
Piacenza,
Bologna,
Cremona,
Mantua,
Bergamo
und
Brescia
zum
Lombardenbund
zusammen;
der
Bund
nahm
Partei
für
Papst
Alexander
und
gegen
Friedrich
I.
und
die
Ronkalischen
Beschlüsse.
In
den
folgenden
Jahren
baute
der
Bund
seine
militärische
Stärke
aus,
hob
Mailand
wieder
aus
den
Ruinen,
errichtete
die
Festungsstadt
Alexandria
und
gab
sich
ein
föderalistisches
Verwaltungssystem.
Friedrichs
nächster
Zug
nach
Italien
(1174-1176)
begann
mit
Erfolgen
und
endete
mit
der
Niederlage
bei
Legnano
gegen
den
Lombardenbund.
Das
Aufeinandertreffen
der
beiden
Heere,
des
kaiserlichen
und
des
lombardischen,
war
in
militärhistorischer
Hinsicht
bedeutsam,
da
zum
ersten
Mal
in
einer
großen
Schlacht
Fußtruppen
über
ein
Ritterheer
triumphierten.
Zwar
nicht
entscheidend
geschlagen,
war
Friedrich
jetzt
aber
doch
zu
Verhandlungen
bereit
und
schloss
1177
mit
Papst
Alexander
III.
in
Venedig
einen
Sonderfrieden.
1183
kam
es
schließlich
im
Frieden
von
Konstanz
auch
zu
einer
Einigung
mit
dem
Lombardenbund:
Friedrich
musste
die
Ronkalischen
Beschlüsse
zurücknehmen,
die
Städte
verblieben
jedoch
formell
im
Lehensverband
des
Reiches.
In
Italien
war
Friedrichs
Kaisertum
seit
Legnano
entscheidend
geschwächt;
im
Norden
dagegen
hatte
Friedrich
seine
Macht
konsolidieren
können:
Er
brachte
Polen
unter
die
Lehenshoheit
des
Reiches
und
erhob
Böhmen
zu
einem
Königreich.
Er
baute
zielstrebig
die
staufische
Hausmacht
aus
und
suchte
die
Königsmacht
u.
a.
durch
Städtegründungen
zu
festigen;
in
der
Verwaltung
stützte
er
sich
in
erster
Linie
auf
die
Ministerialen.
Außerdem
ließ
er
sich
1178
zum
König
von
Burgund
krönen,
nachdem
er
bereits
1156
Beatrix,
die
Erbin
der
Pfalzgrafschaft
Burgund,
geheiratet
hatte.
1178
bis
1181
enthob
er
Heinrich
den
Löwen,
der
ihm
zu
mächtig
geworden
war,
ihm
außerdem
auf
dem
Italienzug
von
1176
die
Unterstützung
verweigert
und
damit
zu
seiner
Niederlage
von
Legnano
beigetragen
hatte,
in
zwei
lehnsrechtlichen
Prozessen
all
seiner
Lehen
und
beschränkte
ihn
auf
sein
braunschweigisches
Hausgut.
1184
ließ
Friedrich
seinen
Sohn
als
Heinrich
VI.
zum
König
wählen,
machte
ihn
zum
Mitregenten
und
verheiratete
ihn
mit
Konstanze,
der
Erbin
von
Sizilien.
1189
brach
Friedrich
zum
Kreuzzug
nach
Kleinasien
auf.
Nach
zwei
großen
Siegen
über
die
Muslime
bei
Philomelion
(heute
Aksehir)
und
Ikonion
(heute
Konya)
ertrank
Friedrich
am
10.
Juni
1190
beim
Baden
im
Fluss
Saleph
(heute
Göksu
in
der
Türkei).
Friedrich
I.
war
neben
Karl
dem
Großen
der
volkstümlichste
Kaiser
des
deutschen
Mittelalters;
bereits
seine
Zeitgenossen
sahen
in
ihm
den
Erneuerer
des
Reiches
und
die
Verkörperung
der
ritterlichen
Ideale.
Die
Kyffhäusersage
–
die
Sage
um
den
in
den
Berg
entrückten
Kaiser,
der
eines
Tage
wieder
aufwachen
und
die
alte
Kaiserherrlichkeit
wieder
herstellen
wird
–
war
ursprünglich
um
Kaiser
Friedrich
II.
entstanden
und
wurde
zu
Beginn
des
16.
Jahrhunderts
im
Volksbuch
von
Friedrich
Barbarossa
auf
Friedrich
I.
übertragen.
einrich
der
Löwe
(um
1129
bis
1195),
Herzog
von
Sachsen
(1142-1180)
und
von
Bayern
(1156-1180),
wurde
zum
Gegner
des
staufischen
Kaisers
Friedrich
Barbarossa.
Heinrich
wurde
als
einziger
Sohn
des
Welfen
Herzog
Heinrichs
des
Stolzen
von
Bayern
und
Sachsen
vermutlich
in
Ravensburg
geboren.
1139
waren
Heinrich
dem
Stolzen
seine
beiden
Herzogtümer
aberkannt
worden.
1142
wurde
Heinrich
der
Löwe
wieder
in
das
Herzogtum
Sachsen
eingesetzt,
blieb
aber
trotzdem
in
Opposition
zum
Königtum
und
konzentrierte
sich
zunächst
auf
den
Ausbau
seiner
Hausmacht
in
Sachsen.
1147
forderte
er
vor
dem
Reichstag
zu
Frankfurt
auch
das
Herzogtum
Bayern
zurück.
Es
wurde
ihm
verwehrt,
woraufhin
Heinrich
erfolglos
den
Kampf
gegen
Kaiser
Konrad
III.
aufnahm.
Nach
Konrads
Tod
1152
belehnte
dessen
Nachfolger
Friedrich
Barbarossa
1154
Heinrich
den
Löwen,
seinen
Vetter,
auch
mit
dem
Herzogtum
Bayern
(allerdings
ohne
Österreich,
das
im
Privilegium
minus
als
eigenes
Herzogtum
für
den
Babenberger
Heinrich
II.
Jasomirgott
ausgegliedert
worden
war) und
leitete
so
den
staufisch-welfischen
Ausgleich
ein.
Zwischen
1157
und
1159
unterstützte
Heinrich
den
Kaiser
auf
dessen
Feldzügen
in
Polen
und
Italien;
ansonsten
kümmerte
er
sich
primär
um
Ausbau
und
Stärkung
der
welfischen
Hausmacht,
und
zwar
vor
allem
in
Sachsen:
1158
gründete
er
Lübeck;
durch
diese
Stadtgründung
sowie
durch
Verträge
mit
Schweden,
Gotland
und
Nowgorod
förderte
er
den
deutschen
Ostseehandel
entscheidend.
Er
baute
Braunschweig
zu
seiner
Residenz
aus,
unterwarf
die
slawischen
Abodriten
östlich
der
Elbe,
eroberte
Rügen
und
siedelte
in
den
eroberten
Gebieten
planmäßig
Deutsche
an.
In
Bayern
gründete
er
1158
den
Markt
München.
Mit
seiner
expansiven
Territorialpolitik,
vor
allem
im
Norden,
schuf
sich
Heinrich
zahlreiche
Feinde
unter
den
Reichsfürsten;
mit
kaiserlicher
Hilfe
konnte
er
sich
jedoch
1168
gegen
die
Fürstenopposition
durchsetzen.
Ebenfalls
1168
heiratete
er
Mathilde,
die
Tochter
König
Heinrichs
II.
von
England.
1172/73
unternahm
er
einen
Kreuzzug
nach
Jerusalem.
Auf
dem
Höhepunkt
seiner
Macht
verweigerte
Heinrich
dem
Kaiser
bei
dessen
Italienzug
gegen
den
Lombardenbund
1176
die
notwendige
Unterstützung.
Zurück
aus
Italien
nahm
Friedrich
Barbarossa
in
Heinrichs
Auseinandersetzungen
mit
seinen
Gegnern
Partei
gegen
den
Herzog;
er
lud
ihn
mehrmals
nach
Landrecht
vor
Gericht
und
verhängte
1179,
nachdem
Heinrich
den
Vorladungen
nicht
Folge
geleistet
hatte,
die
Reichsacht
über
den
Herzog;
1180
entzog
er
ihm
nach
einem
lehnsrechtlichen
Verfahren
die
beiden
Herzogtümer
und
eröffnete
den
Reichskrieg
gegen
den
abgesetzten
Herzog.
Die
beiden
eingezogenen
Herzogtümer
vergab
Friedrich
neu:
Bayern
an
Otto
von
Wittelsbach,
das
östliche
Sachsen
an
die
Askanier
und
das
westliche
als
Herzogtum
Westfalen
an
den
Erzbischof
von
Köln.
1181
gab
sich
Heinrich
geschlagen
und
ging
nach
England
in
die
Verbannung.
1189
kehrte
Heinrich
nach
Deutschland
zurück
und
nahm
ohne
Erfolg
den
Kampf
um
den
welfischen
Besitz
wieder
auf.
1194
schloss
er
mit
Friedrichs
Nachfolger
Heinrich
VI.
Frieden.
Heinrich
starb
am
6.
August
1195
in
Braunschweig.
iele
Legenden
ranken
sich
um
den
Kaiser
Barbarossa.
Sein
ungleich
langer
Bart
diente
als
Vorbild
für
die
"Roten Spitzen"
des
Bergklosters
in
Altenburg.
Irgendwo
im
Gemäuer
des
Klosters
sei
der
goldene
Panzer
des
Kaisers
vergraben.
Dies
sind
zwei
Altenburger
Sagen
um
den
legendenumwobenen
Kaiser
mit
dem
roten
Bart.
Vermutlich
1122
wird
Friedrich
I.
Barbarossa
als
Sohn
des
2.
Herzogs
von
Schwaben,
Friedrich
II.,
mit
dem
Beinamen
"Einaug",
und
dessen
Gemahlin
Judith
von
Bayern,
geboren.
Über
die
Kindheit
und
Jugend
ist
wenig
bekannt.
Bereits
als
junger
Mann
nahm
er
an
Kreuzzügen
seines
Onkels
König
Konrad
III.
teil.
Drei
Wochen
nach
dem
Tod
König
Konrads III.
wurde
Barbarossa
zum
deutschen
König
gekrönt.
Mit
ihm
besteigt
nach
Konrad III.
der
zweite
Herrscher
aus
dem
Hause
Hohenstaufen
den
deutschen
Königsthron.
Am
18.
06.
1155
wird
der
deutsche
König
Friedrich
I.
Barbarossa
von
Papst
Hadrian
IV.
zum
Kaiser
gekrönt.
Im
Jahre
1165
ist
ehemals
der
Aufenthalt
Friedrichs
I.
Barbarossa
in
Altenburg
auf
der
hiesigen
Kaiserpfalz
belegbar.
Am
26.
02.
1165
urkundet
der
Kaiser
in
der
Altenburger
Pfalz.
Der
Aufenthalt
kann
nicht
von
langer
Dauer
gewesen
sein,
denn
bereits
am
18. März 1165
ist
seine
Anwesenheit
in
Zeitz
bezeugt.
Der
zweite
Aufenthalt
Kaiser
Friedrichs
I.
Barbarossa
fällt
auf
den
21.
07.
1172.
Das
politische
Fiasko
in
Italien
in
dieser
Zeit
veranlasst
den
Kaiser,
seine
Machtposition
im
Reich
durch
den
Ausbau
eigener
Besitzungen
und
die
Sicherheit
des
Reichsgutes
zu
festigen.
Das
Reichsgut
Pleißenland
mit
dem
Zentrum
Burg
und
Pfalz
Altenburg
wird
somit
Bestandteil
wichtiger
Reichspolitik.
Barbarossa
wendet
sich
in
verstärktem
Maße
der
Entwicklung
von
Städten
zu
und
fördert
damit
den
Übergang
von
der
Natural-
zur
Geldwirtschaft.
Die
Altenburger
Aufenthalte
von
1165
und
1172
sind
unter
diesem
Gesichtspunkt
zu
betrachten,
wobei
der
letztere
Besuch
mit
Sicherheit
in
jene
Phase
fällt,
in
der
aus
dem
Marktflecken
um
den
Brühl
herum
die
planmäßig
erweiterte
Reichsstadt
Altenburg
entsteht.
Im
Sommer
1178
wird
Barbarossa
zum
König
von
Burgund
gekrönt.
Im
Oktober
1178
trifft
Barbarossa
wieder
in
Deutschland
ein.
Über
vier
Jahre
bestimmten
Auseinandersetzungen
mit
Heinrich
dem
Löwen
die
politische
Entwicklung
im
Land.
Dazu
parallel
verlaufen
Anstrengungen,
den
kaiserlichen
Besitz
und
damit
seine
Machtposition
zu
festigen
und
auszubauen.
Um
1180
erstreckt
sich
das
unmittelbare
kaiserliche
Einflussgebiet
vom
Elsaß
und
dem
Bereich
um
den
Bodensee
bis
nach
Nordböhmen,
dem
Pleißenland
und
Thüringen.
Besonders
auffällig
ist,
dass
Altenburg
gerade
in
dieser
Zeit
besonders
häufig,
gemessen
an
bisherigen
Aufenthalten,
von
Friedrich
I.
Barbarossa
besucht
wird.
1180
lässt
sich
durch
Urkunden
ein
Aufenthalt
von
über
einem
Monat
belegen.
Im
November
1181
dient
die
Altenburger
Pfalz,
im
Zusammenhang
mit
dem
Reichstag
in
Erfurt,
dem
Kaiser
abermals
als
Aufenthaltsort.
Am
25.01.1183
urkundet
der
fünfte
Besuch
des
Kaisers
in
Altenburg,
vier
Tage
später
in
Pegau.
Barbarossa
weilte
am
29.
09.
1188
auf
der
Altenburger
Pfalz.
Vier
Jahre
später
wird
der
heutige
Markt
der
Stadt
erstmalig
als
"novum
forum"
erwähnt.
Ein
direkter
Zusammenhang
zwischen
der
Häufigkeit
der
kaiserlichen
Aufenthalte
und
der
raschen
Stadtentwicklung
ist
deutlich
erkennbar.
Während
seiner
Bestrebungen,
im
Landesinnern
Ordnung
zu
schaffen,
besucht
der
Kaiser
am
15.05.1189
das
letzte
Mal
die
Altenburger
Pfalz.
Die
intensive
Förderung
des
Stadtentstehungs-Prozesses
in
Altenburg
verrät
die
wirtschaftliche
und
politische
Weitsicht
Barbarossas.
Die
"Roten Spitzen",
die
Anlage
des
neuen
Marktes,
die
Ausformung
einer
Bürgergemeinde
und
letztendlich
die
Schaffung
einer
Stadtverfassung
zeugen
vom
Einfluss
des
staufischen
Kaisers
-
einer
der
herausragenden
Herrscherpersönlichkeiten
der
deutschen
Geschichte
-
auf
die
Stadt
Altenburg.
Die
Entwicklung
Kaiserslauterns
zur
Stadt
wurde
durch
den
Staufer
Friedrich
I.
entscheidend
gefördert.
Zur
Barbarossa-Sage
...
...berichte
ich
hier,
außerdem
erfahren
Sie
viel
zur
Geschichte
und
über
das
Umfeld
von
Kaiser
Barbarossa
und
dem
Kyffhäuser.
Der
alte
Kaiser
Friedrich
I.
Barbarossa
ist
durch
einen
geheimnisvollen
Zauber
in
ein
unterirdisches
Schloß
des
Kyffhäuserberges
versetzt
worden.
Dort
sitzt
er
schlafend
auf
einem
Stuhl
von
Elfenbein
an
einem
großen,
runden
Tisch
aus
Marmorstein,
den
Kopf
in
die
Hände
gestützt.
Sein
roter
Bart
leuchtet
wie
Feuersglut
und
ist
durch
den
Tisch
hindurch
bis
auf
die
Füße,
ja
sogar
fast
um
den
ganzen
Tisch
gewachsen.
Alle
hundert
Jahre
erwacht
der
Kaiser
aus
seinem
tiefen
Schlaf,
bewegt
sein
Haupt
und
blinzelt
mit
den
Augen.
So
winkt
er
dem
treuen
Zwerg
Alberich
zu,
bittet
ihn
hinaufzugehen
und
nachzuschauen,
ob
die
Raben
noch
um
den
Berg
fliegen
und
krächzen.
Ist
dies
der
Fall,
wird
der
Kaiser
traurig
und
murmelt
in
seinen
Bart,
daß
er
noch
hundert
Jahre
würde
warten
müssen,
um
zur
Welt
zurückzukehren,
um
Frieden
und
Einheit
zu
stiften.
So
schließt
er
seufzend
die
Augen
und
schläft
abermals
hundert
Jahre.
Erst
wenn
der
Bart
ganz
um
den
runden
Marmortisch
gewachsen
ist,
wird
das
Warten
ein
Ende
haben,
wird
sich
ein
stolzer
Adler
in
die
Lüfte
emporschwingen
und
die
Raben
vertreiben.
Dann
erwacht
der
Kaiser
mit
seinen
gleichfalls
verzauberten
Getreuen,
steigt
zur
Welt
in
seine
Kaiserpfalz
hinauf
und
wird
allenthalben
Ordnung
schaffen.
Vor
100
Jahren
charakterisierten
die
Geschichtsschreiber
Barbarossa
wie
folgt:
Er
war
ein
Mann
von
mittlerer
Größe
und
wohlgebaut,
mit
blondem
Haar,
weißer
Haut
und
rotem
Bart.
Er
war
ein
edler,
tapferer,
freigiebiger,
im
Glück
und
Unglück
gleich
standhafter
Fürst,
fest
auf
dem
verharrend,
was
er
für
sein
Recht
und
seine
Pflicht
hielt.
Friedrich
besaß
ein
bewundernswertes
Gedächtnis
und
für
seine
Zeit
ungewöhnliche
Kenntnisse.
Er
schützte
die
Gelehrten,
besonders
die
Geschichtsschreiber.
Die
wahre
Geschichte...
Kaiser
Friedrich
I.
stammt
aus
der
Familie
der
Staufer
(oder
Hohenstaufer)
und
war
einer
der
mächtigsten
und
einflußreichsten
Herrscher
im
damaligen
deutschen
Reich,
dem
Heiligen
römischen
Reich
deutscher
Nation.
Hohenstaufen
ist
der
Name
eines
deutschen
Adelsgeschlechtes,
das
von
1138
bis
1254
den
deutschen
Kaiserthron
besaß.
Der
Name
leitet
sich
von
dem
682
m
hohen
Berg
Hohenstaufen
im
würtembergischen
Donaukreis,
nahe
Göppingen
ab.
Auf
diesem
Berg
erbaute
Friedrich
von
Büren,
der
erste
beglaubigte
Ahnherr
dieses
Geschlechts,
eine
Burg,
die
(spätere)
Stammburg
des
Kaiserhauses
der
Hohenstaufen.
Machen
Sie
sich
bekannt
mit
dem
Geschlecht
der
Hohenstaufen
und
werfen
Sie
einen
Blick
in
die
Ahnengalerie:
1.
Friedrich
von
Büren
2.
Sohn
Friedrich
I.
-
Herzog
von
Schwaben
3.
Sohn
Friedrich
II.
-
Herzog
von
Schwaben
(genannt:
Der
Einäugige)
Sohn
Konrad
III.
-
Herzog
von
Franken
1138
Krönung
zum
König
4.
Sohn
Friedrich
III.,
der
als
Friedrich
I.
Barbarossa
(1122
-
1190)
in
die
Geschichte
einging.
zweiter
König
und
erster
Kaiser
aus
dem
Hause
der
Hohenstaufen
1152
Krönung
zum
König
(nach
dem
Tod
seines
Onkels
Konrad
III.
1155
Krönung
zum
Kaiser
in
Rom
5.
Sohn
Heinrich
VI
(1165
-
1197)
1169
Krönung
zum
deutschen
König
1186
Krönung
zum
römischen
König
1191
Krönung
zum
Kaiser
6.
Sohn
Friedrich
II.
(1194
-
1250)
1196
Krönung
zum
deutschen
König
1198
Krönung
zum
König
von
Sizilien
1220
Krönung
zum
Kaiser
Die
politisch-wirtschaftliche
Situation
des
11.
bis
13.
Jahrhundert
im
damaligen
römisch
-
deutschen
Reich
war
gekennzeichnet
durch
die
Kämpfe
zwischen
der
Zentralgewalt
(König
bzw.
Kaiser)
und
den
Partikulargewalten
(Fürsten
und
Papst).
Der
Papst
war
das
Oberhaupt
der
christlichen
Kirche
und
residierte
in
Rom.
Um
ihn
herum
erstreckte
sich
sein
weltliches
Herrschaftsgebiet,
der
Kirchenstaat.
Bis
ins
das
11.
Jahrhundert
waren
die
Päpste
von
den
Kaisern
des
römisch
-
deutschen
Reiches
abhängig,
die
häufig
ihre
Gefolgsleute
als
Bischöfe
einsetzten.
Im
11.
Jahrhundert
erstarkte
in
Westeuropa
eine
Kirchenreform
-
Bewegung,
deren
Ziel
es
war,
die
Kirche
und
das
Papsttum
aus
der
weltlichen
Bevormundung
zu
lösen.
Die
Päpste
wollten
die
Bischöfe
selbst
auswählen
und
über
die
Könige
und
Fürsten
herrschen.
Um
diese
Investitur
der
Bischöfe,
entbrannte
bis
zum
Anfang
des
12.
Jahrhunderts
ein
jahrzehntelanger
Kampf,
der
Investiturstreit.
Sein
Ergebnis
war,
daß
der
Einfluß
der
Könige
auf
die
Bischöfe
zurückging.
Von
Anfang
an
trat
Kaiser
Friedrich
I.
Barbarossa
allen
päpstlichen
Eingriffen
in
die
Angelegenheiten
des
Reiches
mit
großer
Festigkeit
entgegen.
Er
versuchte,
die
oberitalienischen,
lombardischen
Städte,
die
in
den
Kämpfen
des
Investiturstreites
selbständig
geworden
waren,
wieder
zu
unterwerfen.
So
zog
er
zu
Felde
gegen
Mailand,
welches
alle
kaiserlichen
Befehle
verachtete
und
durch
seine
Gewalttätigkeit
viele
Klagen
veranlaßt
hatte.
1158
war
Mailand
überwältigt,
und
unter
dem
Eindruck
dieses
Sieges
erkannte
man
dem
Kaiser
die
Einsetzung
aller
Obrigkeiten
als
sein
Recht
zu.
Doch
Mailand
wehrte
sich,
und
andere
Städte
schlossen
sich
dem
wiederausbrechenden
Aufstand
an.
1162
wurde
Mailand
nach
langer
Belagerung
bezwungen.
Nach
einem
glänzenden
und
siegreichen
Feldzug
gegen
Rom
verlor
Friedrich
I.
1167
sein
Heer
durch
die
Pest.
Mit
letzter
Anstrengung
versuchte
er
jedoch
1176
nochmals,
die
lombardischen
Städte
zu
unterwerfen,
doch
das
kaiserliche
Ritterheer
erlitt
bei
Legnano
eine
Niederlage.
Damit
mußte
sich
Kaiser
Friedrich
I.
mit
einer
lockeren
Anerkennung
seiner
Oberherrschaft
begnügen
und
auf
das
Recht
verzichten,
als
Kaiser
über
das
Papsttum
zu
entscheiden.
Mit
den
lombardischen
Städten
wurde
in
Venedig
ein
Waffenstillstand
geschlossen
und
nach
dessen
Ablauf
1183
der
Frieden
zu
Konstanz.
Infolgedessen
kam
Friedrich
I.
1184
ohne
Heer
nach
Italien
und
erfuhr
freudige
Aufnahme.
1186
wurde
sein
Sohn,
Heinrich
VI.,
in
Mailand
zum
König
gekrönt.
Im
Jahre
1189
begab
sich
Friedrich
I.
mit
einem
Heer
von
100.000
Mann
auf
den
dritten
Kreuzzug
ins
Heilige
Land.
Dabei
fand
er
1190
im
Fluß
Saleph
in
Kleinasien
den
Tod.
Friedrich
I.
hatte
die
hohe
Idee
vom
Kaisertum,
die
er
durch
seine
Regierung
zu
verwirklichen
strebte.
Seine
Bemühungen
um
eine
starke
Zentralgewalt
im
früheren
deutschen
Reich
bedeutete
einen
ständigen
Kampf
gegen
die
Fürsten.
In
jener
Zeit
errichtete
man
verstärkt
Burgen
und
Pfalzen,
die
dem
Kaiser
als
Stützpunkte
im
Kampf
gegen
die
nach
Unabhängigkeit
strebenden
Fürsten
dienten.
Diesbezüglich
wurde
die
günstige
Lage
des
Kyffhäusergebirges
frühzeitig
erkannt.
So
entstand
bereits
in
der
1.
Hälfte
des
10.
Jahrhunderts
am
Fuße
des
Kyffhäusers
die
Pfalz
Tilleda.
Pfalzen
bildeten
im
Mittelalter
die
wirtschaftliche
und
politische
Grundlage
der
zentralen
Königsmacht.
Auf
dem
nordöst-lichen,
leicht
zu
verteidigenden
Bergsporn
des
Kyffhäusers
wurde
eigens
für
die
Pfalz
Tilleda
eine
Schutz-
und
Fluchtburg
(später
Reichsburg
Kyffhausen
genannt)
errichtet.
Überlieferungen
über
diese
Burg
setzten
erst
1118
ein,
und
zwar
mit
ihrer
Zerstörung.
Ihr
Wiederaufbau
begann
in
der
Mitte
des
12.
Jahrhunderts
in
der
Regierungszeit
Friedrichs
I.
Barbarossa.
Es
erfolgte
der
vollständige
Ausbau
der
dreiteiligen
gewaltigen
Burganlage
(608
m
x
60
m)
zur
damals
größten
und
stärksten
mittelalterlichen
Burg
Deutschlands.
Man
nimmt
an,
daß
Barbarossa
in
der
mächtigen
Reichsburg
Kyffhausen
verweilte.
Dagegen
ist
sein
Aufenthalt
in
der
Pfalz
Tilleda
im
Jahre
1174
urkundlich
nachgewiesen.
1189
brach
Friedrich
I.
zum
dritten
Kreuzzug
ins
Heilige
Land
auf,
von
dem
er
nicht
zurück-kehrte.
Er
ertrank
1190
im
Fluß
Saleph
in
Kleinasien.
Kaiser
Friedrich
II.,
der
Enkel
Barbarossas,
lebte
von
1194
bis
1250.
Der
1220
in
Rom
ge-krönte
Kaiser
hielt
sich
hauptsächlich
in
Italien
auf.
Das
führte
zur
Festigung
der
Macht
der
Fürsten.
Mit
seinem
Tod
im
Jahre
1250
brach
das
staufische
Reich
endgültig
zusammen,
und
die
Reichsgewalt
verlor
ihren
Einfluß.
Die
feudale
Zersplitterung
begann
und
damit
die
Stärkung
der
Territorialgewalten.
Die
Menschen
im
damaligen
deutsch
-
römischen
Reich
wollten
die
Kunde
vom
Tod
Friedrich
II.
jedoch
nicht
glauben.
In
den
nachfolgenden
Wirren
um
die
Herrschaft
im
süditalienischen
Königreich
und
um
den
deutschen
Kaisertitel
wurde
die
Legende
geboren,
Friedrich
II.
sei
gar
nicht
gestorben,
sondern
lebe
in
geheimnisvoller
Weise
weiter,
werde
dereinst
wiederkehren
und
das
Reich
in
neuer
Größe
aufrichten.
Besonders
im
einfachen,
geplagten
Volke
breitete
sich
mit
dem
Zerfall
des
deutschen
Reiches
der
Wunsch
aus,
der
Kaiser
möge
wiederkommen
und
die
alte
Ordnung
wiederherstellen.
So
entstand
im
13.
Jahrhundert
die
Sage
vom
wiederkehrenden
Kaiser,
die
die
Sehnsucht
und
Hoffnung
des
Volkes
nach
einem
friedlichen,
geeinten
deutschen
Reich,
nach
sozialer
Gerechtigkeit
und
einer
starken
Zentralgewalt
widerspiegelt.
Die
Chronik
des
Eisenacher
Stadtschreibers
Johann
Rothe
aus
dem
Jahre
1421
bezeugt
ausdrücklich,
daß
sich
die
Sage
mit
dem
Kyffhäuser
zu
verknüpfen
begann.
Nicht
von
ungefähr
lokalisierte
sie
sich
gerade
dort,
wo
einstmals
ein
Zentrum
der
feudalen
Königsgewalt
gewesen
ist.
Die
Sage
bezog
sich
zunächst
auf
Friedrich
II.
Sie
wurde
mit
Beginn
des
16.
Jahrhunderts
auf
Friedrich
I.
übertragen.
Seitdem
wird
eindeutig
Barbarossa
mit
der
Sage
in
Verbindung
gebracht.
Man
sprach
schließlich
nur
noch
von
der
"Barbarossasage".
Viele
Dichter
und
Schriftsteller
schmückten
in
den
folgenden
Jahrhunderten
die
Sage
mit
ihren
Phantasien
aus
und
trugen
dazu
bei,
daß
die
Legende
im
Volk
wach
blieb.
Das
wohl
bekannteste
Gedicht
schrieb
Friedrich
Rückert
1817:
"Der
alte
Barbarossa"...
Der
Kyffhäuser
Das
Kyffhäuserdenkmal
Majestätisch
und
weithin
sichtbar
erhebt
sich
das
Kyffhäuserdenkmal
auf
dem
457
m
hohen
Kyffhäuserburgberg,
der
zweithöchsten
Erhebung
des
Kyffhäusergebirges
und
kündet
vom
einstigen
Ruhm
der
alten
Kaiser,
die
auf
Kyffhausen
Geschichte
schrieben.
Es
wurde
im
nordöstlichen
Teil
des
Gebirges
auf
einem
schmalen,
fast
ringsum
steil
abfallenden
Bergsporn
errichtet,
auf
dem
sich
einst
die
mächtige
Reichsburg
Kyffhausen
befand,
eine
der
größten
und
stärksten
deutschen
Burganlagen
des
Mittelalters.
Besonders
von
Osten
her
betrachtet,
hinterläßt
der
Kyffhäuserburgberg
mit
seinem
Denkmal
und
den
Ruinen
einen
machtvollen
Eindruck,
da
man
den
Zusammenhang
mit
dem
übrigen
Gebirge
nicht
wahrnimmt
und
der
Meinung
ist,
einen
einzelnstehenden,
mächtigen
Bergkegel
vor
sich
zu
sehen.
Der
Begriff
Kyffhäuser
Im
Volksmund
wird
seit
langem
sowohl
das
gesamte
Gebirge
als
auch
der
Burgberg
mit
den
Ruinen
der
Reichsburg
Kyffhausen
und
dem
Kyffhäuserdenkmal
als
Kyffhäuser
bezeichnet.
Vergegenwärtigen
wir
uns
den
Begriff
Kyffhäuser
etwas
näher,
kommen
wir
zu
verschiedenen
Erklärungen
seines
Ursprungs.
Unterschiedliche
Schreibweisen
erschweren
eine
exakte
Deutung.
Im
Laufe
der
Jahrhunderte
treten
solche
Formen
auf
wie
Cuf(f)ese,
Cophese,
Kufese,
Kuf(f)hus(s)en,
Kuffhese,
Kiefhäuser,
Kyf(f)husen,
Kiffhäuser
u.ä..
Huse
könnte
das
Grundwort
sein
für
eine
Baulichkeit,
also
ein
Haus.
In
Kufhuse
u.ä.
Wendungen
ist
aber
auch
die
Wurzel
des
niederdeutschen
Kuppe,
Kopf
enthalten.
Danach
ließe
sich
der
Kyffhäuser
als
Haus
auf
der
Kuppe
eines
Berges
deuten.
Ein
Vergleich
mit
dem
althochdeutschen
Cuppha
=
Kopfbedeckung
läßt
die
Deutungsweise
Hutträger
(Wolkenhutträger)
oder
Hutberg
zu.
Dafür
spricht
eine
noch
heute
bekannte
Wetterregel.
Der
Namensteil
Kiff
(Kyff)
kann
auch
von
Keifen
=
Streit,
kriegerischer
Streit
abgeleitet
werden,
denn
die
Burg
diente
tatsächlich
als
Streithaus
kriegerischen
Zwecken.
Die
ehemalige
Reichsburg
Kyffhausen
Die
günstige
Lage
des
leicht
zu
verteidigenden
Burgberges
mit
den
drei
steilen
Abhängen
wurde
früh
erkannt.
Urgeschichtliches
Fundmaterial
weist
auf
eine
früheisenzeitliche
Siedlung
seit
800
v.
Chr.
hin.
Im
10.
Jahrhundert
gehörte
das
Kyffhäusergebiet
zum
Krongut
des
deutschen
Königs
Heinrich
I.
(919-936),
dem
Begründer
des
Deutschen
Reiches.
Zur
Festigung
seiner
Kronmacht
und
für
die
Aufenthalte
in
seinem
Königreich
errichtete
er
Pfalzen
und
Burgen.
Am
Fuße
des
Kyffhäusergebirges
entstand
in
der
1.
Hälfte
des
10.
Jahrhunderts
die
Pfalz
Tilleda.
Für
sie
wurde
auf
dem
schwer
zugänglichen
nordöstlichen
Bergsporn
des
Kyffhäusers
eine
Schutz-
und
Fluchtburg
errichtet.
Historische
Vergleiche
und
die
Zweckbestimmung
der
Anlage
lassen
den
Schluß
zu,
daß
die
erste
Burg
in
der
2.
Hälfte
des
11.
Jahrhunderts
in
der
Regierungszeit
Heinrichs
IV.
(1056-1106)
entstanden
sein
dürfte.
Urkundliche
Überlieferungen
über
die
Kyffhäuserburg
setzten
erst
1118
mit
der
Eroberung
und
Zerstörung
der
Burg
im
Verlaufe
der
kriegerischen
Auseinandersetzungen
zwischen
König
Heinrich
V.
und
sächsisch-thüringisch
Feudalherren
unter
Führung
Lothars
von
Supplinburg
ein.
Der
Wiederaufbau
der
bis
auf
die
Grundmauern
zerstörten
Burg
begann
sehr
schnell.
In
der
Regierungszeit
des
Kaisers
Friedrich
I.
Barbarossa
(1152
bis
1190)
erfolgte
sowohl
der
vollständige
Wiederaufbau
als
auch
die
Erweiterung
der
Burg
zu
einer
der
ausgedehntesten
deutschen
Burganlagen
im
Hochmittelalter.
Die
Einteilung
der
gewaltigen
608
m
langen
und
60
m
breiten
romanischen
Höhenburg
in
Ober-,
Mittel-
und
Unterburg
ist
heute
noch
zu
erkennen.
Die
Interessen
der
königlichen
Macht
wurden
von
Reichsministerialen
wahrgenommen,
denen
die
Aufsicht
und
Verwaltung
der
Reichsburg
oblag.
In
alten
Überlieferungen
ist
von
mehreren
Burggrafen
zu
lesen.
Der
Tod
Friedrich
II.
im
Jahre
1250
leitete
den
Zusammenbruch
des
Stauferreiches
und
damit
den
schnell
fortschreitenden
Niedergang
der
Zentralgewalt
ein.
Gleichzeitig
erstarkten
die
Territorialgewalten,
so
daß
die
Burg
Kyffhausen
im
14.
Jahrhundert
zum
Spielball
territorialer
Machtkämpfe
wurde.
Sie
verlor
nach
nur
hundertjähriger
Blütezeit
zunehmend
an
Bedeutung
und
wechselte
mehrmals
den
Besitzer.
Nach
vorübergehender
Nutzung
durch
die
Grafen
von
Rothenburg
-
Beichlingen
ging
die
Burg
im
Jahre
1407
an
die
Grafen
von
Schwarzburg
-
Rudolstadt
über.
Zu
dieser
Zeit
war
die
Burg
schon
halb
verfallen
und
man
sprach
vom
wüsten
Schloß
Kyffhusen.
Der
weitere
Zerfall
der
Anlage
konnte
nicht
mehr
aufgehalten
werden,
die
einst
mächtige
Reichsburg
Kyffhausen
verfiel
bis
zum
Ende
des
16.
Jahrhunderts
vollends
zur
Ruine.
Die
Ruinen
der
ehemaligen
Reichsburg
Kyffhausen
Die
drei
Kyffhäuserburgen
strahlten
weithin
Glanz,
Anspruch
und
Würde
mittelalterlicher
Kaiser-
und
Fürstenmacht
aus.
Die
Burgruine
ist
durch
ihr
ehrwürdiges
Alter
und
die
einstige
Größe,
durch
ihre
Bedeutung
in
Sage
und
Geschichte
eine
der
hervorragendsten
Anlagen,
nicht
allein
in
Thüringen,
sondern
in
ganz
Deutschland.
Dank
umfangreicher
Ausgrabungen
auf
dem
Gelände
der
Ruinen
der
Kyffhäuserburgen
kann
den
heutigen
Besuchern
der
imposante
Eindruck
mittelalterlicher
Baukunst
vermittelt
werden.
Die
gewaltige
romanische
Anlage
der
Reichsburg
Kyffhausen
war
in
sich
dreigeteilt.
Die
Oberburg
Von
der
Oberburg
ist
infolge
des
Denkmalbaues
nur
etwa
ein
Drittel
der
Burganlagen
erhalten
geblieben.
Der
untere
Teil
der
Anlage,
in
dem
sich
einst
die
wichtigsten
Gebäude
der
Burg
befanden
und
der
zugleich
das
Zentrum
der
gesamten
Stauferburg
war,
wurde
durch
den
Bau
des
Denkmals
völlig
zerstört.
Drei
bedeutende
Bauteile
der
Mittelalterlichen
Burg
sind
aber
heute
noch
zu
besichtigen:
·
Unmittelbar
an
das
Denkmal
schließt
sich
das
Erfurter
Tor
an
,
der
Zugang
zur
Oberburg.

Das
einfache
romanische
Kammertor
ohne
Zugbrücke
ist
in
der
ursprünglichen
Form
erhalten
und
gehört
zu
den
baugeschichtlichen
Kostbarkeiten
des
Kyffhäusers.
·
Gegenüber
dem
Erfurter
Tor
befindet
sich
in
nördlicher
Richtung
der
176
m
tiefe
Burgbrunnen.
Er
ist
der
tiefste
Brunnen,
der
je
im
Mittelalter
in
den
Fels
getrieben
wurde.
Selbst
während
langer
Belagerungszeiten
sicherte
er
die
lebenswichtige
Wasserversorgung.

In
den
dreißiger
Jahren
wurde
der
Brunnen
freigelegt
und
rekonstruiert
und
zählt
seit
je
her
zu
den
Besuchermagneten
des
Kyffhäusers.
·
Der
auf
Verteidigung
ausgerichtete,
relativ
kompakt
erhaltene,
westliche
Teil
der
Oberburg
war
letzte
Zufluchtsstätte.
Auf
diesem
höchsten
Punkt
des
Burgberges
steht
die
Ruine
des
Bergfrieds,
des
sogenannten
Barbarossaturmes.

Die
erstaunliche
Höhe
von
30
m
dürfte
dazu
beigetragen
haben,
den
mit
Bossenquadern
verblendete
Wohnturm
als
Wahrzeichen
der
Reichsburg
zu
betrachten.
Im
Bergfried
gab
es
einen
sicheren
Schutz.
Die
Mauerstärke
im
unteren
Teil
des
fast
quadratischen
Turmes
beträgt
3,50
m
.
Drei
Wohngeschosse
mit
beachtlichem
Wohnkomfort
überlagerten
das
Untergeschoß.
Die
Mittelburg
Ein
im
17.
Und
18.
Jahrhundert
auf
diesem
Gelände
betriebener
Mühlsteinbruch
zerstörte
die
Mittelburgruinen
fast
vollständig.
Übrig
blieben
lediglich
Reste
der
Umfassungsmauer,
Teile
eines
mehrgeschossigen
quadratischen
Turmes
und
die
Ruine
eines
Rundturmes.

Die
Unterburg
Die
Unterburg
ist
der
wohl
älteste
Teil
der
Burganlage.
Man
betritt
ihren
Innenhof
durch
ein
einfaches
Kammertor
an
der
Westseite.
Im
westlichen
Bereich
der
Anlage
fallen
als
markante
Baureste
die
Ruinen
eines
stattlichen
Wohnbaus,
eines
rechteckigen
Wohnturmes
und
der
Stumpf
eines
runden
Bergfriedes
ins
Auge.
Die
Ruinen
des
östlichen
Teils
vervollständigen
das
eindrucksvolle
Bild
der
weiträumigen
Anlage.
Bis
heute
gut
auszumachen
ist
die
Burgkapelle
an
der
nördlichen
Ringmauer.

Die
Kapelle
aus
dem
12.
Jh.
besteht
aus
Schiff,
eingezogenem
Chor
und
Apsis.
Sie
wurde
1433
als
Wallfahrtskapelle
wiederhergestellt
und
dem
Heiligen
Kreuz
geweiht.
Die
Besucher
können
die
mittelalterliche
Burgenbaukunst
hautnah
erleben:
Besonders
die
umlaufenden,
grundsätzlich
aus
Steinen
gemauerten
und
gemörtelten
Außenmauern
vermitteln
noch
heute
einen
geschlossenen
Eindruck.
Die
imposante
Ringmauer
präsentiert
sich
in
vollem
Umfang
und
abschnittsweise
sogar
in
ihrer
ursprünglichen
Höhe
von
10,65
m
.
Barbarossafigur
Am
Fuße
des
Denkmals
zwischen
der
ersten
und
zweiten
Terrasse
befindet
sich
der
Felsenhof
mit
der
ca.
6,50
m
hohen
Steinfigur
des
erwachenden
Barbarossa.
Sie
wurde
nach
dem
Entwurf
des
Bildhauers
Prof.
Nicolaus
Geiger
aus
dem
Stein
herausgehauen.

Viele
hunderte
von
Jahren
schlief
Barbarossa
im
Inneren
des
Kyffhäuserberges.
Nun,
nach
Erfüllung
der
Sage,
ist
sein
unterirdisches
Schloß
aus
der
Tiefe
emporgestiegen.
Seine
Säulen
mit
den
romanischen
Bögen
ragen
schon
ein
beachtliches
Stück
aus
dem
Erdboden
heraus,
so
daß
man
in
den
Burghof
hineinschauen
kann.
Hier
liegen
noch
gewaltige
Felsblöcke
in
wüstem
Durcheinander.
Etwas
erhöht,
auf
einem
Thronsessel,
sitzt
der
alte
Barbarossa
mit
weitem
kaiserlichen
Mantel,
mittelalterlicher
Reichskrone
und
langem
wallenden
Bart.
Wundervoll
ist
in
der
riesigen
Steingestalt
das
Erwachen
dargestellt.
Die
Pfalz
Tilleda
Pfalzen
oder
Königshöfe
Pfalzen
oder
Königshöfe
waren
vom
10.
bis
zum
12.
Jahrhundert
die
politische
und
wirtschaftliche
Grundlage
der
zentralen
Königsmacht.
Von
hier
aus
vollzogen
die
deutschen
Könige
die
Amtsgeschäfte
ihrer
Regierungstätigkeit.
Die
Pfalzen
lagen
im
ganzen
Reich
verteilt
und
wurden
von
Zeit
zu
Zeit
vom
König
und
seinem
Gefolge
zum
Wohnsitz
gewählt.
Waren
die
Vorräte
verbraucht,
zog
der
Hofstaat
zur
nächsten
Pfalz.
Diese
wechselnde
Anwesenheit
des
Königs
in
allen
Landesteilen
sicherte
die
in
seiner
Person
verkörperte
Zentralgewalt
des
Reiches
und
festigte
die
Verbindung
zu
den
die
königliche
Macht
stützenden
Stammesherzögen.
Die
mit
der
jeweiligen
Pfalz
verbundenen
reichseigenen
oder
hauseigenen
königlichen
Tafelgüter
sorgten
für
den
Unterhalt
des
königlichen
Hofes.
Die
Landwirtschaft
und
Handwerk
betreibenden
Pfalzen
waren
somit
auch
der
wirtschaftliche
Träger
der
Reichsgewalt.
Die
Pfalzen
waren
burgartig
bewehrte
Siedlungen
mit
Kirche,
Palas,
Wohn-
und
Wirtschaftsgebäuden,
einem
Friedhof
und
einer
Mühle.
Man
kann
sie
als
erste
Anfänge
von
Frühstädten
betrachten.
Mit
den
Sakral-
und
Profanbauten
entwickelte
sich
in
dieser
Zeit
eine
ausdrucksstarke
Baukunst.
In
Abwesenheit
des
Königs
wurden
die
Pfalzen
von
einem
Beauftragten
und
später
von
Ministerialen
verwaltet.
Pfalz
Tilleda
Am
Fuße
des
Kyffhäusers
entstand
wahrscheinlich
bereits
in
der
ersten
Hälfte
des
10.
Jahrhunderts
die
Pfalz
Tilleda.
Urkundlich
wird
sie
das
erste
Mal
im
Jahre
972
erwähnt.

Aus
den
Jahren
972
bis
1042
sind
noch
sieben
von
Königen
in
Tilleda
unterschriebenen
Urkunden
erhalten.
Belegt
ist
außerdem,
daß
Kaiser
Friedrich
I.
Barbarossa
1147
in
der
Pfalz
weilte.
In
den
Jahren
1147
bis
1239
wurde
die
Pfalz
Tilleda
von
den
Reichsministerialen
von
Kyffhausen
betreut.
Seit
dem
13.
Jahrhundert
verlor
sie
jedoch
ihre
politische
Bedeutung.
Die
Gebäude
der
Pfalz
wurden
aufgegeben,
zerfielen
und
gerieten
in
Vergessenheit.
Erst
im
Jahre
1871
entdeckte
der
Heimatforscher
Karl
Meyer
die
Lage
der
Pfalz
auf
dem
Pfingstberg
wieder.
Seit
1935
laufen
zu
Forschungszwecken
Ausgrabungen,
so
daß
die
Pfalzanlage
weitgehend
rekonstruiert
wurde.
Die
Pfalz
bestand
aus
einer
kleineren
Hauptburg
und
einer
geräumigen
Vorburg.
Die
Hauptburg
diente
als
Sitz
des
Herrschers
und
seines
engeren
Gefolges,
die
ausgedehnte
Vorburg
dagegen
war
die
Stätte
für
die
übrige
Bevölkerung.
Das
Innere
der
Hauptburg
(Pfalzkirche
mit
königlichem
Wohnteil,
Festhalle
und
Wohngebäude)
wurde
im
Westen
von
drei
hintereinanderliegenden
Wällen
und
Gräben
begrenzt.
Bei
den
Häusern
der
Vorburg
handelte
es
sich
um
kleine
Wohnhäuser
und
größere
Werkstätten-
und
Speicherhäuser.

In
den
80er
Jahren
begann
man
die
Ausgrabungsstätte
der
ehemalige
Pfalz
als
Schauanlage
mit
Wach-
und
Wohnhäuser
und
anderen
Objekten
auszubauen.
Den
Besuchern
kann
so
das
mittelalterliche
Leben
in
einer
Pfalz
nähergebracht
werden
Kaiser
Friedrich
der
Rotbart
im
Kyffhäuser
 |
|
Kaiser
Friedrich
I.
Barbarossa |
Kaiser
Friedrich
der
Rotbart
unternahm
einen
Kreuzzug
in
das
heilige
Land,
es
den
Türken
zu
entreißen,
von
dannen
er
dann
nicht
wieder
heimkehrte.
Und
bald
darauf
entstund
im
Volk
mancherlei
Gerücht
und
Sage,
daß
er
nicht,
wie
doch
die
Kunde
war,
gestorben
sei,
sondern
noch
lebe
und
wiederkommen
werde
zu
seiner
Zeit.
So
wurde
gesagt,
er
sei
in
einen
Berg
verzückt
und
gebannt,
und
nennen
manche
den
Untersberg
bei
Salzburg,
andere
einen
Felsen
bei
Kaiserslautern,
darin
der
Kaiser
verzaubert
sitzen
soll;
am
meisten
aber
wird
der
Kyffhäuser
als
solcher
Berg
genannt.
Da
hinein
soll
er
sich
selbst
verflucht
haben
mit
seiner
Tochter
und
allem
Hofgesinde
bis
zur
Zeit
seiner
Wiederkehr.
Da
sitzt
er
nun
im
Bergesschoß,
umgeben
von
seinen
Wappnern,
in
einer
glänzenden
Halle
an
einem
güldenen
Tisch
und
trägt
auf
dem
Haupte
eine
alte,
güldene
Krone.
Des
Kaisers
roter
Bart
ist
durch
den
Tisch
gewachsen
und
reicht
zweimal
schon
um
den
Tisch
herum.
Wenn
er
aber
zum
dritten
Male
herum
reicht,
dann
wird
der
Kaiser
herauskommen,
das
Reich
wieder
behaupten,
das
Regiment
bessern
und
das
gelobte
Land
mit
dem
heiligen
Grabe
dem
Türken
abgewinnen.
Dann
wird
er
seinen
Schild
hängen
an
den
dürren
Ast
eines
uralten
Birnbaumes,
der
auf
dem
Rathsfeld
steht;
und
eine
große
Schlacht
wird
dann
geschlagen
werden,
der
Baum
aber
wird,
wie
in
alten
Zeiten,
wieder
fröhlich
grünen
und
blühen.
Auch
schläft
der
Kaiser
nicht,
sondern
er
nickt
und
zwinkert
mit
den
Augen,
wie
im
Halbschlummer.
Und
alle
hundert
Jahre
sendet
er
einen
Zwerg
hinauf,
zu
schauen,
ob
die
Raben
noch
um
die
alte
Burgwarte
von
Kyffhausen
fliegen.
Wenn
der
nun
wiederkommt
und
aussagt,
daß
sie
noch
fliegen,
so
wird
der
alte
Kaiser
trauriger
denn
zuvorund
nickt
und
schlummert
leise
fort;
und
so
haben
ihn
schon
manche
gesehen.
-
Also
kündet
die
Sage
aus
vergangenen
Tagen.
Nun
aber
pranget
auf
des
Berges
Höhe
das
Ruhmesdenkmal
deutscher
Einigkeit.
Auferstanden
war
das
Deutsche
Reich
zu
neuer
Herrlichkeit
und
Macht.
Die
Raben,
so
hieß
es,
flogen
nimmer
um
den
Berg;
Kaiser
Rotbart
war
erlöst,
und
Kaiser
Weißbart
hält
hoch
zu
Roß
über
dem
Sagentraum
einer
minder
glücklichen
Vergangenheit.
Auch
der
alte,
dürre
Birnbaum
auf
dem
Rathsfelde
mochte
nun
wieder
fröhlich
grünen
und
blühen.
Ist
solche
schöne
Wirklichkeit
nicht
wieder
ein
sagenhafter
Traum
geworden?
Schläft
Kaiser
Rotbart
nicht
wieder
im
dunklen
Bergesinnern?
Und
flügeln
nicht,
wie
in
vergangenen
Tagen,
die
schwarzen
Vögel
wieder
krächzend
um
des
Kyffhäusers
weithin
schauenden
Gipfel?
Aus
Thüringens
Sagenschatz
Arthur
Ritter-Heimbach,
4.
Bd.

Friedrich
I.
Barbarossa
Staufer
(List
of
persons.)
Born:
nach
1122
*
Hohenstaufen
Baptised:
09.03.1152
{Kreuzzug
mit
Onkel
Konrad
III.
im
Mai
1147
als
25j.
}
König
und
Kaiser
Died:
10.06.1190
+
im
Saleph
(Gösku)
Cause
of
Death:
ertrunken
als
Führer
des
3.
Kreuzzuges
Education:
Kloster
in
Lorch,
lernte
Latein
Occupation:
Herzog
von
Schwaben
1147,
dt.
König
1152,
Kaiser
1155
Comments:
versuchte
ein
geschlossenes
Gebiet
aufzubauen
References:
"Die
Staufer"
Immediate Family: ·Parents ·Spouses ·Children
Friedrich II. "Einaug" Staufer & Judith Welfen & um 1120
|
|_Friedrich I. Barbarossa Staufer & Adelheid V.vohburg & nach 1149 @ irgendwo in Schwaben
| | Comments: nach seiner Krönung bat er den Pabst um Annullierung
| | Ended: um 1152 · Annulment
| |_Heinrich VI. * um 1165 + um 1197
| |_Philipp v. Schwaben * um 1180 + um 1208
|
|_&Beatrix V.burgund
Ancestors
,-Friedrich V.bÜren * um 970 + vor 1027
,-Friedrich V.bÜren * um 1000 + um 1030
,-Friedrich Graf V.bÜren * um 1000 + um 1054
,-Friedrich I. "der Alte" Staufer * vor 1045 + um 1105
,-Friedrich II. "Einaug" Staufer * vor 1089 + um 1147
| | ,-Heinrich Iv. Kaiser * um 1030 + um 1106
| `-Agnes * um 1071 + um 1105
Friedrich I. Barbarossa Staufer * nach 1122 + 10.06.1190
`-Judith Welfen * um 1110 + um 1147
Descendants
Friedrich I. Barbarossa Staufer * nach 1122 + 10.06.1190
& Adelheid V.vohburg * um 1125 + death 1180
:|_Heinrich VI. Staufer * um 1165 + um 1197
:| & Konstanze von Sizilien * um 1154 + um 1198
:| |_Friedrich II. Roger Staufer * 26.12.1194 + 13.12.1250
:| & Konstanze v. Aragon Spanien * about 1184 + 23. Jun.1222
:| :|_Heinrich VII. Staufer * um 1200 + um 1235
:| & Isabella v. Brienne * about 1212 + 31.04.1228
:| |_Konrad Iv. Staufer * 25.04.1228 + um 1254
:| & <>
:| |_Konradin Staufer * um 1252 + 29.10.1268
:|_Philipp v. Schwaben Staufer * um 1180 + um 1208
& Beatrix V.burgund * um 1125 + etwa 1180
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